Freitag, 15. August 2014

katzenschlau – Lernen von den Katzen – was wir wirklich brauchen

Heute machte ich eine schöne Beobachtung: 



Mein Kater Paul liebt es, in einer Deko-Betonschüssel zu liegen und zu schlafen. Der Innenradius dieser Schüssel ist mittlerweile längst viel zu klein für meinen rasend schnell heranwachsenden Kater geworden, und das Material erscheint mir nun nicht gerade kuschelig…
aber er liebt es! Er rollt sich irgendwie da rein und schläft tief und fest :-)

Meine Katze Alma schläft lieber lang und ausgestreckt und sucht sich Plätze, die diesem Bedürfnis entsprechen. 
Heute habe ich sie dabei beobachtet, wie sie um "Paul's" Schüssel herumgestrichen ist, diese genau inspiziert und ausgiebig beschnüffelt hat. Klar: es riecht nach Paul, den kennt sie, den mag sie. 
Aber was sie nicht gemacht hat: 

Sie hat sich nicht da hineingelegt. 

Keinen Moment lang sah ich auch nur ansatzweise den Versuch. Kein Wunsch, mal auszuprobieren, was denn an dieser Schüssel für Paul so toll ist, wo er doch so viel Zeit darin verbringt. Kein Bedürfnis, es ihm gleich zu tun. Kein Funken Neugier, wie es sich anfühlt, in Paul's geliebter Betonschüssel zu liegen, eingeringelt, wie es seine Art ist. 
Nein!

Alma weiß, was sie will, was sie braucht, was ihr gut tut. Und das ist eben nicht das eingeringelt in einer engen harten Betonschüssel zu liegen. 
Sie legt sich lieber auf Stühle oder auf den Teppichboden oder auf den Tisch – ganz zu meinem Leidwesen, denn das soll sie eigentlich nicht…  :-)

Ist es nicht herrlich, wie wir von den Tieren lernen können? Von deren Verhalten, welches aus einem sicheren Instinkt heraus resultiert...

Müssen wir denn immer alles ausprobieren, was andere tun? Was uns die Werbung schmackhaft machen möchte? Was in den Medien als spannend beschrieben wird? 
Nein, das müssen wir nicht.

Wenn wir alle Möglichkeiten und alle Varianten von allem ausprobieren haben wir am Ende keine Energie mehr übrig, um das auszuprobieren, was das Naheliegendste ist. Das Naheliegendste ist in den allermeisten Fällen genau das, was uns als erstes in den Sinn kommt. Und warum tut es das? Weil es uns logisch erscheint! Weil es uns ein Bedürfnis ist! Weil es das ist, was wir wollen brauchen, was uns gut tut. Sicher nicht immer, aber – wie gesagt - meistens! Probieren Sie es mal aus!
Entscheiden Sie sich doch einfach mal einen Tag lang genau für diese Dinge, Aktivitäten und sontigen Belange, die Ihnen als allererstes in den Sinn kommen. 
Vielleicht haben sie im ersten Moment den Gedanken, etwas zu verpassen, aber schauen Sie mal, ob Sie nach diesem Tag nicht sehr viel mehr geleistet haben, als sonst. 

Und noch etwas: 
Gerade hochsensible Menschen nehmen alles sehr viel intensiver auf, das ist unser Vorteil. Wenn wir jedoch nicht auf unseren angeborenen Instinkt vertrauen und stattdessen – aus Angst, etwas zu verpassen – unsere Aufmerksamkeit allzu willkürlich verschwenden, wissen wir am Ende nicht mehr, was wir wirklich wollen, was wir wirklich brauchen und was uns wirklich gut tut. Wir verzetteln uns, wir verlieren uns – ein Zustand, den viele Hochsensible gut kennen...

Meine kleine schlaue Katze Alma denkt nicht im Geringsten daran, ihre Energie in etwas zu verschwenden, was für sie nicht wirklich ersichtlich nutzbringend ist oder ihr in den Kram passt. 
Das hat mir wirklich imponiert und ich dachte, warum machen wir es nicht wie die Katzen?
Meine stand jetzt Pate für ein schönes katzenschlaues kleines Lebensprinzip:


Das ALMA-Prinzip:


  • A = Etwas will meine AUFMERKSAMKEIT.
  • L = LOHNT es sich?
  • M = Passt es wirklich zu MIR?
  • A = AUSPROBIEREN nur wenn ich diese Fragen mit Ja beantworte.

Ich wünsche Ihnen viel Spaß beim zukünftigen AUSPROBIEREN mit Hilfe des ALMA-Prinzips! Bleiben Sie schlau!

Mit Freude und Respekt

Alma von der Schnurrhöhle & Paul von Manikeob & Mona Suzann Pfeil
 

  

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