Montag, 28. September 2015

Wozu ein Hochsensiblen-Kongress? Weil Hochsensibilität nicht länger Privatsache ist.

In der Schweiz, in der Nähe von Bern auf dem Schlossgut Münsingen wird in der kommenden Woche am 8. und 9.10.2015 ein Kongress zum Thema Hochsensibilität veranstaltet; ein Kongress von und für Menschen, die als unbequem gelten, weil sie weit über alle Komfortzonen hinausblicken – auch über die eigenen. Ein Kongress für Menschen, denen Harmonie wichtiger ist als Prestige. Und es ist ein Kongress, der überfällig ist, denn es geht um ein gesellschaftliches Thema, an dem keiner mehr vorbeikommt: 20 % der Menschheit sind mit der Begabung Hochsensibilität ausgestattet, und die meisten kennen und nutzen sie nicht. 



Früher war Hochsensibilität – die eigene und ganz besonders die der Anderen – reine Privatsache. Eine herausragende Sensibilität wurde verschämt verschwiegen, Empfindlichkeit war unerwünscht und wurde abgewertet, als zu weich galt, wer Empathie zeigte. Um selbst nicht im negativen Licht dazustehen versteckten also 20 % der Bevölkerung Ihre wunderbaren hochsensiblen Talente, die sie von den anderen 80 % durchschnittlich Sensiblen unterschieden. Hochsensibilität und hochsensible Menschen waren also bislang nicht wirklich sichtbar. 
So wie vor 50 Jahren Frauen in der Politik oder Homosexuelle bei der Polizei nicht sichtbar waren. Und auch das Thema Hochwasser rückte erst ins Blickfeld, als 2002 die Elbe das schöne Dresden mit ihrem schlammigen Wasser flutete. War es wirklich nicht vorauszusehen? 

Heute gibt es für jedes relevante Thema einen Kongress: den Kongress für Frauenwerke, den Kongress der homosexuellen Polizisten und den Kongress für Hochwasserschutz. Weil diese Themen jetzt zum Glück ernst genommen werden. 
Schön, dass eben auch die Hochsensibilität nun endlich ernst genommen wird. Zumindest so ernst, dass eine Hand voll Menschen die unglaubliche Aufgabe stemmen, einen Kongress dafür zu organisieren und durchzuführen. Und so ernst, dass an die 20 Experten durch halb Europa in die Schweiz anreisen und mit ihren Beiträgen diesen Kongress möglich machen. 


Hochsensibilität ist also keine Privatsache mehr, sie muss nicht mehr versteckt, verleugnet oder "geheilt" werden. Jede oder jeder Fünfte von uns ist hochsensibel begabt und es ist zu wünschen, dass Artikel wie der meine dazu beitragen, dass eben diese Menschen sich und Ihre herausragenden Fähigkeiten entdecken und sie bejahen. Genauso wie ihre Körpergröße, ihre Augenfarbe, ihre sexuelle Veranlagung und ihren individuellen Biorhythmus. Hätten wir den Weitblick, die Akribie und die Unbestechlichkeit unserer Hochsensiblen bereits vor 50 Jahren ernst genommen wäre vielleicht ein funktionierendes Hochwasserschutzkonzept eher entstanden, welches den Dresdnern die Hochwasserkatastrophe 2002 erspart hätte.


Kongress kommt von lateinisch "congressus" und bedeutet "Zusammenkunft". Auf dem Kongress in Bern wird es nicht schwierig sein, diese zu erreichen. Wichtig wäre, dass auch draußen, im richtigen Leben "schwierige" und "weniger schwierige", "hoch sensible" und "durchschnittlich sensible" und "akribische" und "weniger akribische" Menschen zusammenkommen und begreifen, dass die Natur eben genau diese Individualität so wollte. Gut, wenn wir sie nun nicht mehr verstecken; besser, wenn wir sie lieben lernen; und am besten ist es, wir nutzen sie. Jede noch so ungewöhnliche Charakterausprägung eines Menschen ist Teil dieser gesellschaftlichen Vielfalt und ein unschätzbar hohes Gesellschaftsgut. Denn nur in congressus – in der Summe – unserer Talente ist unsere Gesellschaft perfekt. Die oder der Einzelne wird es nie sein. 


Ich lade Sie ein zum 1. Kongress für Hochsensibilität auf das Schlossgut Münsingen bei Bern am 8. und 9. Oktober.


Mehr Information und Anmeldung auf der Kongress-Homepage


Mit Freude und Respekt, Ihre Mona Suzann Pfeil

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