Posts mit dem Label Soziale Projekte werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Soziale Projekte werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Dienstag, 26. Februar 2019

Thema #Dieselfahrverbot – Lieferverkehr von Musikern braucht keine Sondergenehmigung




















Liebe MusikerKollegin, lieber Kollege, liebe(r) Vocalcoachee,
als Mitglied im Tonkünstlerverband habe ich gestern von Eckhart Fischer, dem Leiter des Verbandes hier in Stuttgart etwas richtig Wichtiges erfahren, was Dich vielleicht auch betrifft:


Nach Auffassung des Tonkünstlerverbands dürfen MusikerInnen jederzeit ohne Sondergenehmigung mit dieselbetriebenen Fahrzeugen in die Umweltzone einfahren, wenn es sich um Fahrten selbstständiger Musiker zu Auftritten, Unterricht etc. handelt und wenn hierzu Gegenstände (Instrumente, Equipment etc.) transportiert werden. Es handelt sich dabei um Lieferverkehr, der keinerlei Beschränkungen unterliegt, genauso wie Werkstattwagen von Handwerkern oder Baufahrzeuge. 



Ich habe die Erlaubnis vom Tonkünstlerverband, diesen Artikel hier als Blogpost zu veröffentlichen und ich denke, er wird vielen von uns MusikerInnen weiterhelfen und Klarheit verschaffen.
Hier der Originalartikel vom Tonkünstlerverband Baden-Württemberg e.V. aus dem News-PDF tonkünstler-forum #112 März 2019:


________________________________
________________________________

Informationen zum Dieselfahrverbot

Der „geschäftsmäßige Transport von Gegenständen“ gehört zum Lieferverkehr


Auf eine Umfrage unter den Mitgliedern des Tonkünstlerverbandes Baden-Württemberg, gab es in der Zeit von 14.-25. Januar innerhalb von 11 Tagen über 30 Rückmeldungen von Betroffenen zum
geltenden Dieselfahrverbot in der Umweltzone Stuttgart. Bei den meisten Situationsbeschreibungen handelte es sich um Lieferverkehr, für den keine Sondergenehmigung erforderlich ist und der jederzeit in die Umweltzone einfahren darf. Der Lieferverkehr ist generell vom Fahrverbot ausgenommen.
Nach unserer Auffassung gehören alle Fahrten, die selbstständige Musiker zu Auftritten, Unterricht, Kursen, zu Instrumentenbauern/ Reparaturbetrieben etc. unternehmen und hierzu Gegenstände (Instrumente, Equipment, Licht- und Tonanlagen, Material, etc.) transportieren, zum Lieferverkehr, der keinerlei Beschränkungen unterliegt und der ohne Sondergenehmigung jederzeit mit dieselbetriebenen Fahrzeugen in die Umweltzone einfahren darf.
Hierzu heißt es unter Punkt 5.2.1.3 des Luftreinhalteplans für den Regierungsbezirk Stuttgart / Teilplan Landeshauptstadt
Stuttgart, 3. Fortschreibung sowie auf der Webseite der Stadt Stuttgart: www.stuttgart.de/diesel-verkehrsverbot

Der geschäftsmäßige Lieferverkehr darf jederzeit einfahren

1. Unter Lieferverkehr ist der geschäftsmäßige Transport von Waren zu verstehen,
wenn diese zu Gewerbetreibenden oder Kunden geliefert werden. Zum Lieferverkehr zählen auch Fahrten von Handwerkern und Baufahrzeuge, die als Werkstattwagen oder zum Transport von Werkzeugen oder Material eingesetzt werden und unbedingt vor Ort sein müssen. Voraussetzung ist,
dass die Fahrzeuge vor dem 1. Januar 2019 angeschafft wurden. Eine Ausnahmegenehmigung ist hier im Einzelfall aufgrund der Beschilderung nicht erforderlich.

Definition Lieferverkehr:

Interessant ist hierzu ein Urteil des OLG Thüringen vom 17.07.2012, Az.: 1 Ss Rs 67/12 (146), in dem es heißt:
„Der Begriff „Lieferverkehr“ im Sinne des Zusatzzeichens Nr. 1026-35 nach § 39 Abs. 3 StVO ist gesetzlich nicht definiert. Sein Inhalt ergibt sich aber aus dem Wortsinn und dem gängigen
Sprachgebrauch. Danach kann „Lieferverkehr“ als stichwortartige Umschreibung des zur Führung und Aufrechterhaltung eines Geschäfts- oder Gewerbebetriebes erforderlichen geschäftsmäßig – d.h.
von Gewerbetreibenden und nicht von Privaten – durchgeführten Transports von Gegenständen, insbesondere Waren, von oder zu Gewerbetreibenden oder Kunden verstanden werden.“

Wir empfehlen unseren Mitgliedern, ihr Fahrzeug bei Fahrten in die Umweltzone mit dem Vermerk „Lieferverkehr“ zu kennzeichnen. Nicht zum Lieferverkehr gehören private Fahrten oder Fahrten, die
einer nichtselbstständigen Tätigkeit zuzuordnen sind.

Hinweis: Der Tonkünstlerverband haftet nicht für die hier gegebenen Informationen. Sollte es aufgrund dieser Informationen trotzdem zu einem Bußgeldbescheid kommen, nehmen Sie bitte Kontakt zu uns auf (Nachtrag von mir, Mona Suzann: Diese Aufforderung zur Kontaktaufnahme ist natürlich an die Mitglieder des Tonkünstlerverbandes gerichtet).

Informationen zum Dieselfahrverbot:

Der „geschäftsmäßige Transport von Gegenständen“ gehört zum Lieferverkehr. Das Zusatzschild „Lieferverkehr“ erlaubt den „Transport von Gegenständen von oder zu Kunden, sofern dieser zur Führung oder Aufrechterhaltung des Geschäftsbetriebes notwendig ist und im Rahmen der
Geschäftstätigkeit erfolgt.“

ECKHART FISCHER/VERENA KÖDER


________________________________
________________________________

Ich hafte nicht für die hier gegebenen Informationen. 

Für mich selbst habe ich ein ”Lieferverkehr”-Schild für meinen PKW erstellt, aus dem auch hervorgeht, dass ich Musikerin bin (da man es meinem Auto sonst nicht ansieht, dass es betrieblich genutzt wird). 

Wenn Du das Schild gerne haben möchtest schreibe mir bitte einfach eine mail@sing.coach und ich schicke Dir das PDF zum Ausdrucken. Nimm den stärksten Karton, den Dein Drucker gerade noch frisst, dann wellt es sich nicht so leicht, und lege es sichtbar ins Auto, wenn Du eine entsprechende Fahrt ins ”Sperrgebiet” hast :-)

Eine entspannte freie Fahrt wünscht Dir Deine Mona Suzann


PS: Abonniere gerne meinen Blog hier, dann verpasst Du keinen neuen Blogpost!



Dienstag, 8. März 2016

Politik mit allen Sinnen – eine Partei, die ein wirklich sensibles Thema anpackt

Dieser Blogartikel ist mir eine Herzensangelegenheit zu den Landtagswahlen (und darüber hinaus!).
Denn ich finde, in unserer Parteienlandschaft fehlt noch eine Partei, die ein wirklich sensibles Thema anpackt.

Welche Partei das ist und wie meine ArtWahlWerbung dafür aussieht ist meinen drei neuen Videos zu sehen:

 'Wir lieben es freizügig', 


'Wir sind die Kraft' 


'Wir haben einen Sinn für Wirtschaft' 



In Anbetracht der aktuellen Landtagswahlen hatte ich nicht viel Zeit zur Verfügung, und so sind die Videos wirklich sehr spontan und wieder im bewährten Mona's OneWomanTeam in genau 3 Tagen produziert worden: je 1 Tag Drehbücher, Filmaufnahmen, Filmschnitt, sowie 1 Tag Fertigstellung und Upload bei YouTube. Uff! 

Deshalb fällt dieser Blogartikel heute auch etwas rudimentär aus, aber das Wichtigste sind schließlich die Videos und das Parteiprogramm der neuen Partei, welches hier weiter unten nun zu lesen ist.

Ich freue mich, wenn Euch meine ArtWahlWerbung inspiriert, motiviert, initiiert, aktiviert, agitiert…
Um dem Ausdruck zu verleihen darf ich Euch bitten, bei Youtube unter den Videos auf "gefällt mir" zu klicken, diese weiterzuempfehlen (Facebook, XING…) und meinen YouTube Video-Kanal zu abonnieren? Danke dafür! 

Fühlt Euch auch herzlich eingeladen, diesen Blog zu abonnieren, wenn Euch meine Arbeit als Businesskünstlerin und meine Blogartikel hier ansprechen!

Mit Freude und Respekt, Eure Businesskünstlerin Mona Suzann Pfeil



Parteiprogramm die Hochsensiblen


Wir machen Politik mit allen Sinnen.

Was wir wollen ist eine Kultur der Toleranz, der Offenheit und der Vielfalt.

Wir sind überzeugt, dass unsere Gesellschaft durch die Hochsensiblen von einer neuen und nie gekannten Vielfalt profitieren wird.

Deshalb wollen wir jedes Kind im Entdecken und Entwickeln seiner Talente begleiten und fördern und jedem Menschen im Arbeitsleben einen Einsatz gemäß seinen Talenten ermöglichen.

Deshalb wollen wir jeden Menschen in seiner Einzigartigkeit annehmen und seine Bedürfnisse respektieren. Wir wollen niemanden ausgrenzen, ganz gleich wie ungewöhnlich uns seine Ansichten oder seine Persönlichkeit auch erscheinen mögen.

Deshalb darf und soll jeder Mensch in Würde und in Mitte der Gemeinschaft sich entfalten, sich einbringen, alt werden und sterben.

Wir setzen uns ein für die Hochsensiblen-Förderung, in der Schule, in den Familien, Im Arbeitsleben und auch danach im Alter.

Gemeinsam wollen wir uns für ein zukunftssicheres Deutschland stark machen.

Dafür helfen wir den Unternehmen, eine nachhaltige und hochsensible Unternehmenskultur zum neuen Leitbild zu machen.

Dafür wollen wir in Forschung und Entwicklung investieren, um Sie beispielsweise noch besser über das Phänomen Hochsensibilität aufklären zu können. 

Dafür nutzen wir unser hochsensibles Bewusstsein für Verantwortung, um unsere Natur für die kommenden Generationen zu schützen und zu erhalten.

Unser wichtigstes Ziel derzeit ist eine Gesellschaft und Wirtschaft, die Hochsensibilität und Ihre Hochsensiblen nicht versteckt, sondern als Gewinn sieht.

Wir sind überzeugt, dass von einem Umdenken nicht nur hochsensible Menschen profitieren, sondern unsere Wirtschaft, unsere Gesellschaft, WIR ALLE.


Konnten wir Sie gewinnen?  

Dann wählen Sie hochsensibel.  


Dienstag, 6. Oktober 2015

Niemand ist von Hochsensibilität betroffen.

Ich bin hochsensibel. Aber ich fühle mich von Hochsensibilitä nicht betroffen. Land-auf Land-ab wird diese Bezeichnung verwendet, auch von Hochsensiblen selbst. Hierzu meine Gedanken:
Meiner Meinung nach kann man von Hochsensibilität genau so wenig betroffen sein, wie von Hochbegabung, von blauen Augen oder vom individuellen Biorhythmus. Betroffen ist man von einem Unglück oder einer Krankheit, beides trifft auf die Hochsensibilität nicht zu.
Bei Hochsensibilität handelt es sich um eine Wahrnehmungsbegabung, die bei 20 Prozent der Menschheit herausragend höher ist als bei den anderen 80 Prozent. Hochsensibilität ist somit eine spezifische Form von Hochbegabung.

Wie wäre es also, wenn wir zukünftig von den "Begabten" sprechen, statt von den "Betroffenen"?  

Unser Denken verändert unsere Wahrnehmung, und es kann langfristig auch die Realität verändern. Je mehr wir über unsere Gewohnheiten nachdenken, diese Reflektieren und in Frage stellen, desto mehr Raum geben wir Neuem. Das Neue muss nicht immer zwangsläufig besser sein als das Alte, aber in diesem Fall wäre eine neue Sichtweise wünschenswert – eine respektvollere, eine tolerantere, eine Sichtweise, die aus einer althergebrachten und unzeitgemäßen sprachlichen Spurrille herauskommt und dem Thema Hochsensibilität neue Richtungen freigibt.

Davon profitieren würde die ganze Gesellschaft, mit jeder und jedem Einzelnen von uns, nicht nur die Begabten selbst.

Mit Freude und Respekt, Ihre Mona Suzann Pfeil

Montag, 28. September 2015

Wozu ein Hochsensiblen-Kongress? Weil Hochsensibilität nicht länger Privatsache ist.

In der Schweiz, in der Nähe von Bern auf dem Schlossgut Münsingen wird in der kommenden Woche am 8. und 9.10.2015 ein Kongress zum Thema Hochsensibilität veranstaltet; ein Kongress von und für Menschen, die als unbequem gelten, weil sie weit über alle Komfortzonen hinausblicken – auch über die eigenen. Ein Kongress für Menschen, denen Harmonie wichtiger ist als Prestige. Und es ist ein Kongress, der überfällig ist, denn es geht um ein gesellschaftliches Thema, an dem keiner mehr vorbeikommt: 20 % der Menschheit sind mit der Begabung Hochsensibilität ausgestattet, und die meisten kennen und nutzen sie nicht. 



Früher war Hochsensibilität – die eigene und ganz besonders die der Anderen – reine Privatsache. Eine herausragende Sensibilität wurde verschämt verschwiegen, Empfindlichkeit war unerwünscht und wurde abgewertet, als zu weich galt, wer Empathie zeigte. Um selbst nicht im negativen Licht dazustehen versteckten also 20 % der Bevölkerung Ihre wunderbaren hochsensiblen Talente, die sie von den anderen 80 % durchschnittlich Sensiblen unterschieden. Hochsensibilität und hochsensible Menschen waren also bislang nicht wirklich sichtbar. 
So wie vor 50 Jahren Frauen in der Politik oder Homosexuelle bei der Polizei nicht sichtbar waren. Und auch das Thema Hochwasser rückte erst ins Blickfeld, als 2002 die Elbe das schöne Dresden mit ihrem schlammigen Wasser flutete. War es wirklich nicht vorauszusehen? 

Heute gibt es für jedes relevante Thema einen Kongress: den Kongress für Frauenwerke, den Kongress der homosexuellen Polizisten und den Kongress für Hochwasserschutz. Weil diese Themen jetzt zum Glück ernst genommen werden. 
Schön, dass eben auch die Hochsensibilität nun endlich ernst genommen wird. Zumindest so ernst, dass eine Hand voll Menschen die unglaubliche Aufgabe stemmen, einen Kongress dafür zu organisieren und durchzuführen. Und so ernst, dass an die 20 Experten durch halb Europa in die Schweiz anreisen und mit ihren Beiträgen diesen Kongress möglich machen. 


Hochsensibilität ist also keine Privatsache mehr, sie muss nicht mehr versteckt, verleugnet oder "geheilt" werden. Jede oder jeder Fünfte von uns ist hochsensibel begabt und es ist zu wünschen, dass Artikel wie der meine dazu beitragen, dass eben diese Menschen sich und Ihre herausragenden Fähigkeiten entdecken und sie bejahen. Genauso wie ihre Körpergröße, ihre Augenfarbe, ihre sexuelle Veranlagung und ihren individuellen Biorhythmus. Hätten wir den Weitblick, die Akribie und die Unbestechlichkeit unserer Hochsensiblen bereits vor 50 Jahren ernst genommen wäre vielleicht ein funktionierendes Hochwasserschutzkonzept eher entstanden, welches den Dresdnern die Hochwasserkatastrophe 2002 erspart hätte.


Kongress kommt von lateinisch "congressus" und bedeutet "Zusammenkunft". Auf dem Kongress in Bern wird es nicht schwierig sein, diese zu erreichen. Wichtig wäre, dass auch draußen, im richtigen Leben "schwierige" und "weniger schwierige", "hoch sensible" und "durchschnittlich sensible" und "akribische" und "weniger akribische" Menschen zusammenkommen und begreifen, dass die Natur eben genau diese Individualität so wollte. Gut, wenn wir sie nun nicht mehr verstecken; besser, wenn wir sie lieben lernen; und am besten ist es, wir nutzen sie. Jede noch so ungewöhnliche Charakterausprägung eines Menschen ist Teil dieser gesellschaftlichen Vielfalt und ein unschätzbar hohes Gesellschaftsgut. Denn nur in congressus – in der Summe – unserer Talente ist unsere Gesellschaft perfekt. Die oder der Einzelne wird es nie sein. 


Ich lade Sie ein zum 1. Kongress für Hochsensibilität auf das Schlossgut Münsingen bei Bern am 8. und 9. Oktober.


Mehr Information und Anmeldung auf der Kongress-Homepage


Mit Freude und Respekt, Ihre Mona Suzann Pfeil

Dienstag, 21. Juli 2015

Hochsensible gesucht – Stellenausschreibung – So könnten Unternehmen hochsensible Führungskräfte gewinnen

Eine fiktive Stellenausschreibung, formuliert von Mona Suzann Pfeil:




Leiterin / Leiter für nachhaltiges Veränderungsmanagement gesucht

Was braucht es für Veränderungen? Richtig, zuallererst Stabilität und Zusammenhalt! Genau das geben wir unseren Mitarbeitern, weil sie es sind, die unseren gemeinsamen Erfolg stützen. Nur gemeinsam können wir als innovatives XYZ-Unternehmen aus der Masse herausragen und etwas bewegen. Deshalb brauchen wir nicht nur Mit-, sondern auch Vordenker.


Ihnen steht der Sinn nach Veränderung?

Sie wollen für ein Unternehmen arbeiten, das über den Tellerrand hinausblickt und Nachhaltigkeit und Diversität täglich in Taten umsetzt? Ein Unternehmen, in dem sich gegenseitige Wertschätzung in Respekt und Fairness manifestiert?
Eigenverantwortliches konzentriertes Arbeiten in ruhiger Umgebung ist Ihnen ebenso wichtig wie eine vertrauensvolle Arbeitsatmosphäre ohne Zeitdruck? In einer sinnstiftenden Tätigkeit blühen Sie auf?

Dann suchen wir Sie für unser Headquarter in Musterberg, zum nächstmöglichen Zeit­punkt als Leiterin / Leiter für nachhaltiges Veränderungsmanagement in Teilzeit.
Wir bezahlen in den ersten 6 Monaten nach Tarif, danach ist ein übertarifliches Einkommen mit vielerlei Zusatzleistungen möglich. Des weiteren dürfen Sie von uns flache Hierarchien, viel Freiraum in der Arbeitszeit- und Arbeitsplatzgestaltung sowie einen WorkLifeBalancePark (Garten, Grill, Kino, Relax-, Sport-, Wellnessbereiche) erwarten.


Ihre Aufgaben:

In dieser vertrauensvollen Position sind Sie direkt der Geschäftsführung unterstellt und von A bis Z an unserer weiteren Geschäftsausrichtung beteiligt.
Sie entwickeln und implementieren systematische Ansätze und Zukunfts-Szenarien für eine nachhaltige Leistungsoptimierung. Die ethisch korrekte Organisationsentwicklung haben Sie dabei immer im Blick.
In diesem Zusammenhang etablieren und forcieren Sie das Veränderungsmanagement als ein Schlüsselfaktor der Unternehmensstrategie.

Sie begleiten Führungskräfte durch Veränderungsprozesse, fördern dabei eine offene und klare Kommunikation und führen einen Hierarchie-übergreifenden Dialog.
Auf der zwischenmenschlichen Ebene agieren Sie als Berater, Begleiter und Spiegelungsfläche für Führungskräfte und Projektverantwortliche.
Die Erarbeitung und Einführung von Grundsätzen und Instrumentarien sowie die Steuerung relevanter Prozesse und Ressourcen des Veränderungsmanagements sind Schwerpunkte Ihrer Position.


Ihr Profil:

Sie haben einen Studienabschluss der Wirtschafts- oder Sozialwissenschaften mit Schwerpunkt Change Management und Personal- / Organisationsentwicklung oder haben durch berufliche Erfahrung vergleichbare Qualifikationen erworben.
Ihre strukturierte und konzeptionelle Arbeitsweise, Ihr vernetztes Denken und Ihr übergreifendes Prozessverständnis sind die Basis Ihrer Arbeitserfolge.
Sie überzeugen mit Ihrer Verbindlichkeit sowie mit einfühlsamem kommunikativem Geschick.
Sie setzen auf Ihre ausgeprägte Intuition und Reflexion, verstehen es, Ihr Team mit Empathie, Eigenverantwortung und Stärkenorientierung zu motivieren.
Idealerweise sind Sie hochsensibel.


Wir freuen uns auf ihre überzeugende Bewerbung, die Extravagantes enthalten darf.


__________________________________________________________

Donnerstag, 16. Juli 2015

Großer Benefit dank Hochsensibilität – Interview mit Mona Suzann Pfeil

In ihrem Dokumentarfilm „High Skills“ lenkt Mona Suzann Pfeil, Künstlerin und Businessberaterin, das Augenmerk auf die Stärken Hochsensibler. Sie ist fest davon überzeugt, dass von deren Entfaltung die Unternehmen profitieren. Mit ihrer Vision eines Highly Sensitive Business will sie Verantwortliche in der Wirtschaft dafür gewinnen, sich mit einem neuen Leitbild neue Chancen zu erschließen. Über ein weithin verkanntes Persönlichkeits- und Qualifikationsmerkmal spricht sie im Interview mit der Journalistin Renate Schauer.






















Renate Schauer: Warum brechen Sie für Hochsensible eine Lanze?

Mona Suzann Pfeil (Pfeil): Sie leben unter uns mit teilweise unentdeckten Potenzialen! Hochsensibilität ist ein angeborenes Persönlichkeitsmerkmal wie das Temperament oder die Körpergröße. Niemand kann beschließen: Ich will hochsensibel sein oder – umgekehrt – ich will meine Sensibilität reduzieren. Da sich ein hochsensibler Mensch von Anderen unterscheidet, muss er mit seiner Prägung zurechtkommen. Auch die Menschen in seinem Umfeld merken, dass er anders ist.

Steht ihm das Anderssein im Weg oder eröffnet es Chancen?

Pfeil: Wie bei jedem Menschen ist es wichtig, dass ein hochsensibler am richtigen Platz wirken kann. Das beginnt schon in der Kindheit. Je früher die Hochsensibilität und die daraus resultierenden Stärken erkannt werden, desto eher und besser kann das Kind gefördert werden. Als Heranwachsender bewusst mit den eigenen Stärken und Schwächen umgehen zu lernen, erhöht die Chance, später auch die richtigen Weichen fürs Berufsleben zu stellen.

Gibt es Frustrationen?

Pfeil: Ja, wie in jedem Leben. Doch wenn sie vor allem mit dem Anderssein zu tun haben, drängt das ziemlich in die Defensive. Das führt dazu, dass die Stärken der Hochsensibilität nicht nutzbar werden. Die oder der Betroffene versteckt die sensible Seite, kann sie nicht zum Vorteil für Arbeit und Wirken entwickeln.

Wie erkennt man Hochsensibilität?

Pfeil: Hochsensibilität hat verschiedene Ausprägungen. Alle Hochsensible eint jedoch, dass sie viel intensiver auf die Reize ihrer Umwelt reagieren. Sie haben sehr feine Antennen und registrieren schon kleinste Impulse. Ihr Hirn arbeitet oft wie eine Turbomaschine im Dauerbetrieb. Beim einen führt das zu großer Empathie, den anderen befähigt dies zum Spezialistentum auf einem bestimmten Gebiet. In meinem Film erzählen Hochsensible und Hochbegabte, wie sie mit ihren Talenten zu dem wurden, was sie heute sind.

Sie unterscheiden Hochsensibilität und Hochbegabung?

Pfeil: Ja. Das eine kann unabhängig vom anderen vorkommen, aber auch gemeinsam. In meiner Beratungs-Tätigkeit zeigt sich, dass unter Hochbegabten wahrscheinlich mehr Hochsensible anzutreffen sind als in der Bevölkerung allgemein, wo man von 15 bis 20 Prozent spricht.

Feine Antennen machen empfindsam ...

Pfeil: Das stimmt! Es nährt das Vorurteil, Hochsensible seien überempfindlich, rasch überstrapaziert, nicht belastbar. Abfällig heißt es vielleicht: „Die hören das Gras wachsen“, aber sie sind es dann eben auch, die früher als Andere Fehlentwicklungen wittern und Störungen benennen können.

„Unsere Gesellschaft pflegt ein defizitäres Denken“


Sie sind die geborenen Seismografen?

Pfeil: Das ist eine der Stärken von Hochsensiblen. Oft zeichnen sie sich als Vor- und Querdenker aus, machen als Forscher und Entwickler Karriere oder überzeugen als Berater mit Weitblick. Somit fallen sie auf in unserer Gesellschaft. Ihre Lebensläufe weichen ab von denen der meisten Menschen, das verunsichert Nicht-Hochsensible oft.

Trotz der vielbeschworenen Diversity?    

Pfeil: Ohne Richtschnur ist für die meisten von uns eine Gesellschaft nicht vorstellbar. Es kommt aber ganz entscheidend darauf an, wie ich als Einzelner mit jemandem umgehe, der davon abweicht, was landläufig als die Norm oder das Mittelmaß definiert wird. Wenn wir uns gegenseitig ins Abseits drängen, lernen wir niemals den Beitrag kennen, den ein Mensch, der anders tickt, für die Gesellschaft leisten könnte – und kann. So verschenken wir weiterhin Vorteile und lassen Talente brach liegen. Hier braucht es ein Mehr an Aufgeschlossenheit, dieses möchte ich mit meinem Film fördern und fordern.

Welche Vorteile hat Hochsensibilität für die Gesellschaft und die Wirtschaft?

Pfeil: Mit ihren Fähigkeiten können Hochsensible die Wirtschaft zukunftssicherer machen. Ein Unternehmen sollte sich solche Talente leisten wollen und sie halten.

Nennen Sie ein Beispiel aus Ihrer Praxis als Business-Trainerin und Beraterin!

Pfeil: Klären wir zuerst: was heißt zukunftssicher? Darunter versteht jeder etwas anderes. Für mich hat es viel mit nachhaltiger Rentabilität zu tun: an den Bedürfnissen des Marktes orientiert bleiben und sich keine Sünden gegen Personen oder Umwelt erlauben. Nicht in Verruf geraten und infolgedessen Pleite gehen – weil Kunden ausbleiben oder sich abwenden oder weil gute Mitarbeiter abwandern. Auch Nicht-Hochsensiblen ist es heute wichtig, sich mit Arbeitgeber oder Geschäftspartner identifizieren zu können. Kleinigkeiten können heute ganz schnell einen Shit Storm im Internet auslösen. Die Wirkung nach außen ist wichtiger denn je, Qualität und ein guter Ruf machen attraktiv. Das Ansehen eines Unternehmens wird nach Bewertungen im Internet beurteilt, Bewerber suchen sich ihre zukünftigen Arbeitgeber danach aus. Hochsensible Mitarbeiter beispielsweise als Leitbild-Entwickler und Unternehmensethik-Controller oder als Community Manager eingesetzt, können eine Unternehmenskultur der Achtsamkeit und des Respekts sowie eine nachhaltige Social Media Arbeit hervorbringen – beste Voraussetzungen für Zukunftssicherheit.

Wozu möchten Sie Betroffene ermutigen?

Pfeil: Im Film kommen Menschen zu Wort, die sich Bedingungen geschaffen oder erkämpft haben, die ihnen zuträglich waren. Da ist die Frau, die im Großraumbüro viel zu viel Energie aufwenden musste, um den Geräuschpegel weg zu filtern. Sie konnte ihre Arbeitsqualität und ihr Arbeitsquantum steigern, nachdem sie einen ruhigeren Platz eingefordert hatte. Oder die ehemalige Mini-Joberin, die heute Geschäftsführerin ist.

Könnten das Vorbilder sein?

Pfeil: Jeder sollte sich nach seinen Ambitionen und Bedürfnissen fragen. Viele Hochsensible haben mehr als nur ein oder zwei Begabungen und können sich oft zwischen diesen nicht entscheiden. Sie sollten alle ihre Facetten ernst nehmen und nach dem geeigneten Job und Arbeitsumfeld Ausschau halten, wo möglichst viele ihrer Talente zur Geltung kommen können. Genau darin sind erfolgreiche Hochsensible vorbildlich: Aktiv beeinflussen sie die Rahmenbedingungen für ihre Arbeit und ihr Wirken. Eine Orchidee gedeiht mit anderer Pflege als Efeu oder ein Rosenstrauch.

„Das Etikett 'Überempfindlichkeit' ist falsch“


Versuchen viele, ihre Hochsensibilität zu verstecken?

Pfeil: Wenn Fähigkeiten keine Wertschätzung erfahren, wirkt das wie eine Zurückweisung. Es behindert die Entwicklung eines gesunden Selbstwertgefühls. Und begabte Menschen zweifeln sowieso leicht an sich selbst, stellen ihre Denk- und Lösungsansätze in Frage.

Selbstkritisch mit hohem Anspruch an sich selbst?

Pfeil: Wer hochsensibel oder besonders begabt ist, hat nicht automatisch ein leichteres Leben. Hochsensibilität und Hochbegabung bedeutet auch nicht, auf allen Gebieten schlau zu sein. Nicht selten haben diese Menschen mehrere Talente und sind fest überzeugt, nichts wirklich gut zu können. Hinzu kommt, dass unsere Gesellschaft leider nicht nur auf das Gängige und Durchschnittliche „geeicht“ ist, sondern sie pflegt auch ein defizitäres Denken. Das heißt, die Aufmerksamkeit ruht mehr auf den Schwächen als auf den Stärken. Der Hirnforscher Dr. Manfred Spitzer bringt das im Film auf den Punkt und nennt es eine „gigantische Demotivationskampagne“, die Menschen ständig mit ihren Schwächen zu triezen. Ein selbstkritischer Mensch muss also viel Energie aufwenden, um sich mit seinen Besonderheiten ins rechte Licht zu stellen.

Wer kann die Hürden abbauen?

Pfeil: Jeder. Vorurteile gehören auf den Prüfstand. Zum Beispiel ist das Etikett „ÜBER-Empfindlichkeit“ falsch. Es zeugt von einer Art Abwehr-Pathologisierung , die auf Vergleichen mit imaginären Normwerten beruht.  Viel sinnvoller ist es,  die besonders hohe Wahrnehmungs-Begabung als das zu sehen, was sie ist: ein äußerst positives Qualifikationsmerkmal, dessen Nutzen man nicht mehr missen möchte, hat man ihn erst erkannt.

Umdenken braucht Zeit …

Pfeil: So ist es. Einiges ist schon auf einem guten Weg. Ich bin nicht die Einzige, die diesem Thema Stimme und Gewicht gibt. Und mein Film soll die Schubkraft steigern, soll neugierig machen auf den Benefit durch Hochsensibilität.

Wissen Hochsensible selbst um diesen Benefit?

Pfeil: Nicht immer. Sie wissen, sie haben eine andere „Komfortzone“, in der sie sich vorteilhaft entfalten. Oft suchen sie instinktiv Nischen, in denen sie „gedeihen“ können. Hochsensible sollten Mut fassen und auf die positiven Ergebnisse hinweisen, die sie dank ihrer hohen Skills erzielen. So können sich Vorgesetzte und Kollegen damit auseinandersetzen und die Leistungen spezifisch anerkennen.

Aber muss nicht erst Aufgeschlossenheit da sein?

Pfeil: Im Idealfall geht es Hand in Hand. Das Szenario: Hochsensibilität wird nicht mehr versteckt und von der Mitwelt toleriert. Die Förderung der High Skills wird zunehmen und damit auch der Respekt vor den besonderen Leistungen eines jeden Menschen. Im Moment mag es noch wie ein Paradoxum erscheinen: meine Vision eines Highly Sensitive Business. Aber lassen Sie uns daran arbeiten, dass eine nachhaltige und hochsensible Unternehmenskultur zum neuen Leitbild wird! Ich bin überzeugt, dass von dem Umdenken nicht nur die Unternehmen und die Hochsensiblen selbst profitieren, sondern die ganze Gesellschaft.

____________________________________

Montag, 30. März 2015

Mehr Offenheit im Arbeitsleben – meine Gedanken zur Flugzeugkatastrophe

Der Absturz des Germanwings-Fliegers hat auch mich sehr getroffen und ich denke viel darüber nach. Wenn es tatsächlich so war, dass der CoPilot die Maschine absichtlich und in vollem Bewusstsein gegen den Fels zum Crash gelenkt hat, stellt sich mir die Frage: Was muss passieren, damit ein Mensch zu so etwas in der Lage ist? Schlimm genug, wenn ein Mensch nur noch im Selbstmord einen Aus-Weg findet, so erscheint es noch ungeheuerlicher, dass er dabei so viele andere Unbeteiligte mit in den Tod reißt.

Warum? Was hat dazu geführt? Wie kann man so etwas zukünftig verändern? Das sind die Fragen, die in all unseren Köpfen kreise und die sich auch die Kollegen, Vorgesetzten des Andreas L. stellen und mit ihnen die gesamte Flugbranche.


Ich will mir nicht anmaßen, irgendeine Antwort auf diese Fragen zu haben, das wäre zu leichtfertig.
Aber ich will hier meine Gedanken niederschreiben.


Ich vermute stark, dass Andreas L. ein sehr sensibler Mensch war. Vielleicht hochsensibel? Hochsensible Menschen machen sich immer viele Gedanken, beispielsweise auch um ihr Arbeitsumfeld. Um die "Zustände", um die Gegebenheiten. Sie sind die Ersten, die merken, wenn irgendetwas nicht stimmt. Und sie haben dann den Drang, etwas zu ändern. Nachhaltig zu ändern.

Hochsensible Menschen wirken auf andere oft merkwürdig, sie entsprechen einfach nicht der breiten Masse. Aber deshalb sind sie noch lange nicht krank oder psychisch gestört. Eine psychische Störung kann aber daraus werden, wenn ein Mensch sich nicht angenommen fühlt, sich ausgegrenzt fühlt.

Vielleicht war das bei Andreas L. so. Ganz sicher kann kein gesunder hochsensibler Mensch so austicken und so viele Menschen töten. Das ist immer die Tat einer völlig aus der Bahn gelangten Psyche.

Aber vielleicht wäre so etwas zu verhindern, wenn wir alle etwas offener wären für ungewöhnliche Charaktere. Für Menschen, die von einer irgendwie auch immer gearteten Norm abweichen. Kinder sollten schon in der Schule sich angenommen und respektiert fühlen mit all ihren ungewöhnlichen Gedanken (und alle Kinder haben ungewöhnliche Gedanken!!). Dann werden sie zu selbstbewussten und verantwortungsvollen Erwachsenen heranwachsen, die auch mit ihren vermeintlichen Schwächen souverän umzugehen wissen.
Einen Menschen, der dazu neigt, sich Sorgen zu machen, sollten wir nicht verspotte. Er darf nicht ausgegrenzt oder gemoppt werden. Er darf auch keinesfalls voreilig als depressiv eingestuft werden. Viel mehr sollten wir ihm stattdessen zuhören und seine Bedenken ernst nehmen. Ein hochsensibler Mensch ist kein Nörgler oder Miesepeter oder ein Spielverderber, sondern er oder sie spürt oft lange bevor andere es spüren, wenn etwas in die falsche Richtung läuft. Z.B. Arbeitsbedingungen, Unternehmensstrategien... Und er leidet sehr viel früher und auch mehr darunter, wenn in seinem Arbeitsumfeld etwas nicht gut läuft. Z.B. wenn eine hohe Erwartungshaltung besteht, die zu starkem Druck auf die Mitarbeiter führt.

Ein hochsensibler Mitarbeiter ist sozusagen der Seismograf, der ungünstige Arbeitsbedingungen bereits dann aufdecken könnte, bevor die ganze Belegschaft und infolgedessen die Arbeitsleistung darunter leidet. Diese Menschen können sehr sehr wertvoll für ein Unternehmen sein. Wenn sie erkannt werden. Und zwar nicht als Sonderlinge, sondern als das was sie sind: als genau die 20% der Gesellschaft, die eben genau diese hohe Wahrnehmungsbegabung haben und von der Natur genauso gewollt sind.
Sie sind Hochsensibel.

Vermutlich war auch Andreas L. hochsensibel. Schade, dass er zudem auch krank geworden ist. Es hätte für ihn ganz sicher auch andere Wege gegeben, etwas Nachhaltiges zu tun.
Er wählte den falschen.

Für mich liegt die größte Herausforderung nach dieser Tragödie darin, unser Arbeitsleben so zu gestalten, dass sensible Menschen Ihren Platz darin haben und sich nicht durch durch solche entgleisten "Hilferufe" in die Öffentlichkeit rücken müssen.

Wenn Wir das irgendwann schaffen, hätte dieses schlimme Ereignis wenigstens noch langfristig gesehen einen positiven Effekt.


Ihre Mona Suzann Pfeil

Freitag, 20. März 2015

Deutschland lieb Versteckerland – wollen wir Masse oder Klasse? Engstirnen oder Querdenker?

Was sind unsere Stärken in Deutschland? Worauf können wir bauen? Wodurch unterscheiden wir uns von anderen Nationen? Im internationalen Ranking ist es wie in der Werbung: Das Image ist enorm wichtig. Stimmt die Außenwahrnehmung (durch andere) nicht mit dem Inneren (den eigenen Überzeugungen) überein, ist kein Unternehmen und auch keine Nation zukunftssicher. Das sage ich jetzt einfach mal vollmundig als ehemalige Werberin. In der Werbung werden exorbitante Summen für ein stimmiges Corporate Identity (Werbesprache: Unternehmens-Identität) und für Image-Kampagnen ausgegeben. Wenn es gelingt – und dazu gehört auch, dass das Unternehmen sein Image lebt – ist die Identifizierung punktgenau zu benennen:
BMW steht für Fahrspaß. Coca Cola steht schon ewig für Jugendlichkeit.Jewer steht für Natürlichkeit.
Amazon steht für Kundenfreundlichkeit. Oder sollte man sagen stand? Leider steht dieses Unternahmen, was eigentlich etwas Großartiges in der Logistik- und Handelsbranche aufgebaut hat, mittlerweile auch für Ausbeutung.
Warum? Weil das Image nicht verantwortungsvoll umgesetzt wurde und weil der Verbraucher mittlerweile eben kritischer geworden ist. Zum Glück!

Das ist also ein ideales Beispiel, wie wichtig die Wirkung nach außen ist. Kleinigkeiten können heute ganz schnell einen Shit Storm im Internet auslösen. Die Zukunft eines Unternehmen kann ganz schnell in Frage gestellt werden, wenn es in Verruf gerät. Kunden bleiben aus oder wenden sich ab, gute Mitarbeiter wandern ab. Dieses Unternehmen wird vermutlich pleite gehen. Denn: Verbraucher und Mitarbeiter sind Menschen, und es ist ihnen (also uns allen) heute wichtig, sich mit Arbeitgeber oder Geschäftspartnern identifizieren zu können. Ist es nicht so?

Zurück zu unserer Nation:
Womit identifizieren wir uns Deutsche? Und wie werden wir von anderen Nationen gesehen?
Ich stelle mal ein paar Vergleiche auf:
Die USA stehen für Pragmatismus und Optimismus. Letzteres – vor allem – fehlt uns Deutschen.
Indien steht für Aufbruch, für Wandel. Diesen Pioniergeist findet man in Deutschland momentan nicht.
Brasilien ist das Land der unerschütterlichen Hoffnung (desculpe, queridos brasileiros!).
China steht für Disziplin und Schnelligkeit. Da können wir (und auch andere) unmöglich mithalten.
Italiener und Franzosen sind Weltklasse im Improvisieren und machen das zum Konzept; dem gegenüber steht unser ausgeprägter Perfektionismus, der das Improvisieren nur als Notlösung vorsieht, wenn die Planung versagt hat. Improvisieren ist also bei uns eher negativ behaftet.

Ich denke, das reicht, um aufzuzeigen, wofür wir NICHT stehen.
Was aber ist es dann, WOFÜR DEUTSCHLAND STEHT???
Für Verlässlichkeit und dafür, dass die Dinge funktionieren? Ich fürchte, diese bisherigen Pluspunkte werden seit einigen Jahren bei der Realisierung von Großprojekten beispielsweise in Berlin und in Stuttgart verspielt.
Stehen wir für Ehrlichkeit? Das wäre wünschenswert, von außen werden wir oft so gesehen, die direkten – manchmal zu direkten – Deutschen, die sagen, was sie denken und machen, was sie sagen. Aber bringt uns das wirklich weiter??? Das reicht nicht!

Was ich sehe, ist  EIN ganz entscheidender USP (schon wieder Werbesprache und bedeutet "Unique Selling Proposition", auf Deutsch: das Alleinstellungsmerkmal):
Unsere Köpfe! Deutschland ist ein Land der Denker! Und der Dichter auch, ja genau! Das waren wir schon immer und darauf sollten wir uns besinnen!
Wie aber gehen wir um, mit unseren Denkern und Dichtern, mit unseren schlauen, kreativen, sensiblen, quer- und vorausdenkenden Köpfen? Wir verstecken sie! Wir vergessen sie, wir machen es Ihnen unendlich schwer bis unmöglich, in einem Bildungssystem, das auf Masse anstatt auf Klasse ausgerichtet ist, ihre Fähigkeiten einzubringen. Individualität ist nicht gefragt. Jemand der von "der Norm" abweicht flöst Angst ein, verunsichert. Er oder sie ist nicht planbar, nicht einschätzbar.
Eine herausragend hohe Sensibilität wird als Abartigkeit wahrgenommen. Ein herausragender Intellekt wird erst wahrgenommen, wenn der oder diejenige es aus eigener Anstrengung heraus geschafft hat. Dann werden diese Menschen angehimmelt und vergöttert, mit Ehrungen und Auszeichnungen überhäuft.
Dabei könnten wir mehr von denen haben. Sie sind unter uns. 3 % der Deutschen sind laut Statistik kognitiv hochbegabt – das sind 2 Millionen von uns. Mindestens 20 % der Deutschen haben eine überdurchschnittliche Wahrnehmungsbegabung, die man als Hochsensibilität bezeichnet – das sind 16 Millionen. Jeder 4. oder 5. von uns ist also mit solch einer herausragenden Begabung gesegnet. Wo sind die? Warum nehmen wir sie nicht wahr? Warum müssen die sich verstecken? Wollen wir das wirklich? Sicher nicht!
Anstatt diese schon als Kinder irgendwie anders wirkenden Menschen mit Befunden wir ADHS oder psychisch labil zu stigmatisieren und heilen oder therapieren zu wollen, wäre mein Vorschlag:
Gehen wir aufeinander zu und lernen wir uns kennen!
Ob jemand eine Lese-Rechtschreibschwäche oder ein hohes Energielevel hat, schüchtern wirkt oder ungewöhnliche Ansichten äußert – jeder Mensch hat seine Begabungen – nicht selten herausragende.

Ich habe eine Vision: Hochsensibilität und Hochbegabung wird nicht mehr versteckt und von der Mitwelt toleriert. Die Förderung der individuellen Talente wird zunehmen und damit auch der Respekt vor den besonderen Leistungen eines jeden Menschen. Im Moment mag es noch wie ein Paradoxum erscheinen: meine Vision eines Highly Sensitive Business.
Aber genau das wäre unser Alleinstellungsmerkmal:
DEUTSCHLAND – LAND DER DICHTER UND DENKER.

Ich hab es nicht erfunden, wir waren es einst auch. Und nun – geliebtes Deutschland: lasst uns gemeinsam daran arbeiten, dass wir wieder mit ganzer Überzeugung dazu stehen, wofür wir stehen. Damit es auch in der Welt wieder wahrgenommen wird, wofür wir stehen, was unser Leitbild ist!
Nämlich eine nachhaltige und hochsensible Gesellschafts- und Wirtschaftskultur.
Ich bin überzeugt, dass von dem Umdenken nicht nur die Hochsensiblen und Hochbegabten selbst profitieren, sondern die ganze Gesellschaft, unsere Wirtschaft und... (ich wage es kaum zu denken) … die ganze Welt.

Mit Freude und Respekt, Mona Suzann Pfeil






Donnerstag, 19. Februar 2015

Zum Thema Männerquote – hat Ministerin Schwesig doch recht? Oder WER wird hier diskriminiert?

Interessant, dass Familienministerin Manuela Schwesig eine Männerquote im öffentlichen Dienst einführen will. Das wirklich Interessante aber ist die Reaktion der Gleichstellungsbeauftragten darauf:

"Wenn Männer in einer Position kaum vertreten seien, liege das nicht daran, dass sie diskriminiert würden, vielmehr wollten sie diese Aufgabe nicht übernehmen

Ich frage mich ernsthaft: WOLLEN SIE WIRKLICH NICHT???

Ich kenne einige sehr fähige junge Männer, die großes Interesse an Berufen wir Erzieher, Altenpfleger, soziale Dienste äußern, im gleichen Atemzug aber sagen, dass sie diesen Weg nicht einschlagen werden, wegen des schlechten Verdienstes und der eingleisigen Aufstiegsmöglichkeiten. Kann man da wirklich sagen, die Männer wollten diese Aufgabe nicht übernehmen? Ich würde eher sagen, sie können sie nicht übernehmen, wenn sie eine eigene Familie ernähren und nicht am Rande des Existenzminimums leben wollen.
Übertragen wir diese Aufgabe den Gleichstellungsbeauftragten laufen wir Gefahr, dass am Ende alle gleichgestellt schlecht verdienen. Das ist also eher auch ein Fall der öffentlichen Anerkennung dieser Berufe. Daran können wir alle mitwirken, in dem wir nicht auf Männer, Frauen, Menschen herabblicken, die sich solch eine Aufgabe PRO Gesellschaft ausgesucht haben – mit den derzeitigen schlechten   Verdienst- und Aufstiegsmöglichkeiten. Denn diese Menschen sehen Sinnhaftigkeit und Notwendigkeit in diesen Tätigkeiten, und stellen das über die negativen Aspekte. Das zu geringschätzen ist töricht. Wir sollten vielmehr diesen Menschen unseren größten Respekt entgegenbringen, denn sie sind es, die unsere Gesellschaft zusammenhalten; damit nicht die Schwächsten diskriminiert werden: die Kinder, die Alten, die Kranken, die Bedürftigen.

Früher oder später trifft auf alle von uns eine Bezeichnung zu.

Mit Freude und Respekt, Mona Suzann Pfeil

Donnerstag, 10. Juli 2014

Der PFEIL'sche Salon – DIE NEUE VÖLKERWANDERUNG – mit Diplom-Ökonom und Kirchengemeinderatsmitglied Volker Münz

Anknüpfend an meine After-Work-Events in Stuttgart habe ich vor, regelmäßig im PFEIL'schen Salon Menschen unterschiedlichster Couleur und Gesinnung in meinem Haus in Marbach zusammenbringen – für lebhafte Diskussionen, zum inspirierenden gegenseitigen Austausch, für Begegnung von Business und Kunst – zeitgenössische Businesskunst sozusagen :-) 

Am Donnerstag 24.7. geht es los mit einem richtig spannenden Thema: 




Event, Veranstaltung, Vortrag, After Work, Salon, Referat












Einwanderung im Spannungsfeld von Humanität, demographischem Wandel, ökonomischen Realitäten und innerem Frieden.


Vortrag und Diskussion mit Volker Münz, Diplom-Ökonom und Kirchengemeinderatsmitglied


Do 24.7.2014 um 19:00 Uhr in Marbach am Neckar


Wir stehen am Beginn einer neuen "Völkerwanderung". Die wohlhabenden Länder Europas sehen sich neben einer europäischen Binnenwanderung einer zunehmenden Einwanderung von Menschen aus anderen Kulturkreisen ausgesetzt. Sie verlassen ihre Heimat, um Armut und Misere ihrer Herkunftsländer zu entfliehen, mit dem sehr verständlichen Wunsch nach einem besseren Leben. Das Bevölkerungswachstum, aber auch Bürgerkriege, Umweltzerstörung, Wirtschaftskrisen und Hungersnöte werden den Migrationsdruck aus Afrika und den Ländern des Nahen und Mittleren Ostens auf Europa noch verstärken. 

Das wohlhabende Europa als Insel, während ganze Weltregionen im Elend versinken? Wie sollen Europa und Deutschland damit umgehen? Wollen – müssen wir Grenzen ziehen? Die Bilder von aus Seenot geretteten Einwanderern und die Misere in den Heimatländern appellieren an unsere humanitäre Verantwortung und christliche Nächstenliebe. Laut Volker Münz ist es jedoch nur kurzfristig human und christlich, jedem, der sich als Flüchtling bezeichnet, zu einem Bleiberecht zu verhelfen. Die Integration der bereits in Deutschland lebenden Einwanderer aus nicht-europäischen Kulturen ist zu einem großen Teil gescheitert. Besorgniserregend ist der – nicht nur in Nordafrika und im Nahen und Mittleren Osten, sondern auch bei uns – zunehmende islamische Fundamentalismus. 
Die sind ernste Themen. Die Gesellschaft wird sich durch die Einwanderung und demographische Entwicklung verändern. 
Volker Münz sieht ethnische und religiöse Spannungen aufziehen, die den Zerfall der Gesellschaft bedeuten können, und beschäftigt sich mit der Frage, wie Demokratie, Rechtsstaat und Menschenrechte, wie wir sie heute kennen, auch weiterhin Bestand haben können.
Sind wir gerade im Begriff, unseren Kindern und zukünftigen Generationen Probleme aufbürden, die sie nicht mehr werden lösen können? 
Was ist zu tun? 

Kann es uns gelingen, der neuen Völkerwanderung zu begegnen und damit den Menschen in den Herkunftsländern und der jetzigen und zukünftigen Bevölkerung im eigenen Land gerecht werden, ohne den inneren Frieden in Deutschland aufs Spiel zu setzen?

Volker Münz betont: es gibt keine einfachen Antworten auf diese Fragen. Aber er hat einige...

Ich lade Sie ein zum PFEIL’schen Salon, zu Volker Münz’ spannendem Referat und anschließender gemeinsamer Diskussion.


Donnerstag, 24.07.2014 um 19:00 Uhr in meinem Haus in 71672 Marbach am Neckar

Begrenzte Teilnehmerzahl

Ein Snack & Getränke werden gereicht


Bitte melden Sie sich per Mail an: post@MonaSuzannPfeil.de

Anschrift und Anfahrt-Informationen erhalten Sie nach Ihrer Anmeldung



Ich freue mich auf Sie! 

Mit Freude und Respekt, Ihre Mona Suzann Pfeil


http://url9.de/VpK

Donnerstag, 20. März 2014

Hochsensible Menschen zur Teilnahme an empirischer Studie gesucht

Der Begriff und Terminus Hochsensibilität ist noch ein relativ junges Konzept, das – zumindest in Europa – den Sprung in die Wissenschaftswelt erst noch zu schaffen hat. Ich selbst bin auch hochsensible und der Meinung, dass es wichtig ist, hier die Wissenschaft für dieses Thema zu interessieren und sie bei  Erforschen des Phänomens Hochsensibilität zu unterstützen. Dazu ergibt sich zur Zeit folgende Gelegenheit, die meines Wissens die erste wirklich große Studie sein könnte, die wissenschaftliche Relevanz verspricht:

Der Informations- und Forschungsverbund Hochsensibilität e.V. hat folgende Veröffentlichung auf seiner Seite:
_____________________________________________________

WISSENSCHAFT: PROBANDEN GESUCHT 

Für ein Dissertationsprojekt zum Thema Hochsensibilität im Fachbereich Persönlichkeitspsychologie an der Universität der Bundeswehr in Hamburg werden Probanden gesucht.

Im Folgenden dokumentieren wir das entsprechende vereinsinterne Rundschreiben; auch Nichtmitglieder des Vereins sind natürlich herzlich eingeladen, an den Studien teilzunehmen!

_____________________________________________________

Bitte überlegen Sie, ob Sie nicht dazu beitragen möchten, dass dieses wichtige Thema in der Wissenschaft und letztlich in der Bevölkerung ernstgenommen wird, mehr als bisher, denn bisher "erfreut" es sich noch sehr sehr geringer Beachtung. 

Herzlichst, mit Freude und Respekt, Ihre Mona Suzann Pfeil

Samstag, 7. Dezember 2013

Dokufilm Hochbegabung Hochsensibilität im Business – Drehtag Klaus Steinke – es passiert alles etwa 4 mal so schnell


Es war ein kurzer und kurzweiliger Dreh mit hohem Output, der im November noch sehr erfolgreich verlief und einiges an noch ausstehenden Fragen beantwortete. 
Interessante Informationen bzgl optimale Teamzusammensetzungen, die Integration von Besonders Begabten in Teams und über das Stichwort "Effektivität" in Unternehmen.
Herr Steinke, der seit einigen Jahren als Betreuer und Trainer an einem Sommercamp mit Hochbegabten teilnimmt, steuerte noch einiges an wertvollem Material für unseren Doku-Film bei. 
Witzig fanden wir seine Äußerung:
"Die Frage, zu was Hochbegabung und Hochsensibilität fähig ist, übertrage ich einfach mal auf die Situation im Sommerlager, in dem ich jeden Sommer bin. Die beste Definition ist: Es passiert alles, was in einem normalen Sommerlager auch passiert, nur etwa 4 Mal so schnell."
:-)))
Unten ein paar Bilder vom Drehtag.
In den kommenden Tagen wird nun das Drehbuch abgeschlossen und es geht so langsam in die Endrunde.
Mit Freude und Respekt, Mona Suzann Pfeil 






Freitag, 22. November 2013

Dokumentarfilm – Drehtag mit Corinna Andraschko – als Hochsensible vom Minijobber zur GF

Eine erfolgreiche Hochsensible 

Corinna Andraschko macht Mut, motiviert und zeigt, dass hochsensible Menschen das Zeug haben, ihr Leben nach ihren Vorstellungen zu verändern!

Sie hat sich innerhalb weniger Jahre vom Minijobber zur Geschäftsführerin einer Lohnbuchhaltungs- und Personalagentur in Marbach am Neckar hochgearbeitet und ich freue mich außerordentlich, dass ich sie für unseren Dokumentarfilm über Hochsensiblität und Hochbegabung gewonnen habe!

Frau Andraschko hat unseren Film finanziell unterstützt und durch den Schriftwechsel in diesem Zusammenhang haben wir uns kennengelernt. Nach einem persönlichen Treffen war die Idee da:
Corinna Andraschko bestätigt meine Überzeugung:

Hochsensible Menschen können erfolgreich sein, nicht trotz ihrer Hochsensibilität, sondern gerade deshalb! 
Mit den richtigen Gespür und der richtigen Einstellung ist das möglich, und wir haben es mit Frau Andraschko im Film dokumentiert!

Hier ein paar Bilder vom Drehtag.
Mit Freude und Respekt, Mona Suzann Pfeil